"Aufwärmen" und "Abwärmen"

Warm-up

  • Allgemeines Aufwärmen

Allgemeines Aufwärmen hat sich auf die künftige Tätigkeit zu beziehen; es ist damit im Rahmen einer jeden Sportart verschieden und deshalb spezifisch auf die künftige Belastung bezogen.

 

Beim allgemeinen Aufwärmen sollte ca. ein Drittel (mindestens ein Sechstel) der gesamten Muskulatur in die Bewegungen mit einbezogen werden, um einen möglichst günstigen Reiz auf das Herz-Kreislauf-System auszuüben. Es wird eine allgemeine organische Leistungsbereitschaft angestrebt, die eine gute Basis für das nun folgende spezielle Aufwärmen darstellt.

 

Als Maßnahmen für das allgemeine Aufwärmen können u.a. leichte Gymnastik und/oder gemächliches Laufen/Traben angeführt werden.

 

  • Spezielles Aufwärmen

Das spezielle Aufwärmen orientiert sich in erster Linie an der Sportart und den damit verbundenen, für die Sportart typischen, Anforderungen. Es zielt direkt auf die optimale Bewältigung der kommenden Trainings- und Wettkampfanforderungen ab.

 

Durch das spezielle Aufwärmen werden im Gesamtorganismuns und in den Muskelgruppen, die an der späteren Bewegung vorrangig beteiligt sind, optimale Voraussetzungen geschaffen. Diese Optimierung betrifft nicht nur die speziellen Stoffwechselabläufe, sondern in gleicher Weise die nervösen Vorgänge der Bewegungskoordination und das Einstimmen der Psyche auf die Trainings- und Wettkampfinhalte.

 

Die spezifischen, gezielten Maßnahmen sind Anspannung und Dehnung der bevorzugt beanspruchten Muskulatur.

 

  • Individuelles Aufwärmen

Das individuelle Aufwärmen ist in erster Linie auf den Sportler mit seinen ganz persönlichen Voraussetzungen abgestimmt. Es sind sowohl Belastungsverträglichkeiten als auch Belastungsunverträglichkeiten zu berücksichtigen sowie im Sinne einer optimalen Leistungsentwicklung die individuellen Schwächen des Sportlers, die die mögliche Leistungsfähigkeit einschränken.

Cool-down

Der Zeitraum des Abwärmens bezeichnet die kurze Zeit nach dem Hauptteil einer Trainingseinheit bzw. sich direkt an einen Wettkampf anschließende Maßnahmen.

 

Eine verbesserte Erholung durch gezielt eingesetzte Abwärmmaßnahmen bedeutet nicht nur eine schnellere und erhöhte Wiederbelastbarkeit im sportlichen Bereich, sondern ebenfalls eine frühere und erhöhte Wiederbelastbarkeit im beruflichen Leben. Nicht nur der Leistungssportler, sondern auch der Freizeit- und Breitensportler sollte im Sinne der langfristigen Erhaltung seiner Leistungsfähigkeit ein Augenmerk in Richtung des Aufwärmens und auf die gezielte Einleitung und Unterstützung seiner Erholungsprozesse durch systematisch eingesetzte abwärmende Maßnahmen richten.

 

Im Freizeitsport steht im Vordergrund des Abwärmens eine intensitätsverminderte Fortführung der vorhergegangenen sportlichen Tätigkeit. Da der Freizeitsportler meist keinen fachkundigen Trainer zur Seite hat, muß er allein die Voraussetzung für seine Trainingsplanung und damit auch für seinen Körper tragen. Auch der Freizeitsportler sollte bewußt Maßnahmen des Abwärmens einsetzen, um nicht erschöpft, sondern teilregeneriert mit der sportlichen Belastung aufzuhören. Es gilt der Grundsatz: "Nicht erst dann aufhören, wenn man gar keine Energie mehr hat und keinerlei Lust verspürt weiterzumachen!". Beenden Sie die sportliche Tätigkeit mittels abwärmender Aktivitäten auf eine solche Weise, daß Sie gleich wieder Lust verspüren auf das nächste Mal!