Häufige Fehler beim Auf- und Abwärmen

Das Aufwärmen wird vielfach zu kurz und zu intensiv durchgeführt. Manchmal spürt der Sportler kurz nach Aufnahme des Trainings bzw. zu Beginn eines Wettkampfes einen "toten Punkt". Er ist gekoppelt mit übermäßig verstärkter Atmung (Hyperventilation) und geht einher mit einer zeitlich begrenzten Leistungsminderung. Dieses zeitlich auf wenige Minuten begrenzte Phänomen läßt sich auf eine noch nicht abgeschlossene Kreislaufregulation, also auf ein ungenügendes oder falsch durchgeführtes Aufwärmen zurückführen. Der Sportler kommt aufgrund der geforderten Leistung kurz nach Beginn in eine anaerobe Stoffwechsellage. Das bedeutet, daß der Sportler momentan mehr Sauerstoff verbraucht, als er durch seine Transportkapazitäten an den Ort der Verarbeitung heranschaffen kann. Sorgfältiges Aufwärmen, mit dem gezielten Ansprechen aller leistungsrelevanten Stoffwechselprozesse, verhindert ein solches Leistungstief.

 

Für die Leistungsprognose ist es wichtig zu wissen, daß die Energiegewinnung - nach einem dosierten, sich sehr langsam steigernden Aufwärmen - vermehrt aerob stattfindet; die anaeroben Energiereserven werden geschont. Durch ein solches Vorgehen liegen die Laktatwerte während der Hauptbelastung niedriger, als wenn der Sportler auf das Aufwärmen verzichtet hätte.