Psychische Aspekte

Ehrgeiz und Arroganz

Der Ehrgeiz, der beste Spieler sein zu wollen, Hochmut und Arroganz gegenüber anderen, stellen nicht nur beim Pétanque Mängel an der geistigen Haltung dar. Manch einsichtig-erfahrener Pétanqueur gebraucht in diesem Zusammenhang eine Redensart, die lautet:

 

"Arroganz ist der Tod der Spiel-Kunst!"

 

Entsprechendes findet man bei jeder Form von Ehrgeizhaltung. Der Akteur hat seine geistige und körperliche Kraft auf den Moment zu konzentrieren, in dem er in den Wurfkreis tritt und seine Aktion in Angriff nimmt. Jegliche Nebengedanken an Erfolg, Aufmerksamkeit und Meisterschaftsehren können nur zur Folge haben, daß ein Teil der zur Verfügung stehenden Anspannung für diese Gedanken verbraucht wird und somit die Qualität der Aktion abnimmt.

 

Auch übertriebener Wetteifer ist letztlich unvorteilhaft für den Akteur. Er muß erkennen, daß er nur so gut spielen kann, wie es ihm sein bisheriger Trainingsfleiß und momentaner Leistungsstand erlauben. Zwar sind Willen und Ehrgeiz nötig, um überhaupt ausreichend motiviert regelmäßig und ausdauernd zu trainieren, jedoch ist es auch erforderlich, sich mit dem jeweilig Erarbeiteten, den jeweilig erreichten Ergebnissen, zufriedenzugeben, damit nicht die bislang entwickelten Fähigkeiten dadurch geschmälert werden, daß man sich während einer Aktion unrealistischen Vorstellungen und Wünschen hingibt.