Le Milieu - Der Spieler in der Mitte (Triplette)

Grundsätzliches

Da der Milieuspieler die Techniken des Legens uns Schießens beherrschen muß, gelten die entsprechenden Kapitel für den Pointeur und den Tireur besonders für ihn. Darüber hinaus muß der Milieuspieler besondere Techniken und Feinheiten beherrschen. Da er selten in die Situation kommt, z.B. vorlegen zu müssen, fast immer aber Wege durch/über/neben/in eine hohe Anzahl liegender Kugeln suchen und finden muß, sollte er die folgenden Feinheiten spielen können. Das solide Legen und Schießen wird ja schon durch seine Position vorausgesetzt; die Feinheiten des Spiels, besonders in Streßsituationen, bleiben ihm vorbehalten. Entsprechend wird ein breitgefächertes Technikrepertoire vom Milieu gefordert.

 

  • Milieu-Raffinessen

Mit den Schwierigkeiten wächst die Zahl der Möglichkeiten. Mit der steigenden Zahl der Möglichkeiten wächst die Qualität des Milieus. Die Qualität eines Milieus wiederum definiert sich an seiner Kreativität und Spielintelligenz sowie dem technischen Repertoire, die genannten Anforderungen umzusetzen.

 

Es ist unbestritten, daß die Psyche eines Spielers, die mentale Stärke, zentral auf den Erfolg eines Pétanqueurs einwirkt. Dies gilt insbesondere für den Milieuspieler. Aus der Analyse der Spielsituation und den sich daraus ergebenden Lösungsmöglichkeiten (Spielintelligenz) folgt der aktuelle Rückgriff auf technische Raffinessen.

  • Probleme des Milieus

Ein Hauptproblem des Milieus ist der ständige Wechsel von Schießen und Legen. Während das Schießen ein automatischer Bewegungsablauf ist, kommt es beim Legen zu variablen Haltungen und Handlungen. Durch diesen Wechsel wachsen natürlich auch die Fehlerquellen. Dies wiederum erfordert eine höhere Konzentrationsfähigkeit und Coolness. Auf die Dauer eines Turniers bezogen, ist dies die verantwortungsvollste Spielerposition mit den größten Schwierigkeiten. Diese Tatsache bezieht sich naturgemäß nur auf das Triplette. Allerdings ist der Tête-á-tête-Spieler genaugenommen auch Milieuspieler, da bei dieser Formation einerseits ebenso alle Finessen und Raffinessen gefragt sind, wie andererseits auch der ständige Wechsel von Legen und Schießen gefordert ist. Tête-á-tête wäre demzufolge ein hervorragendes Training für den Milieuspieler eines Triplette.

  • Entschlußkraft des Milieus

Der Milieu muß entscheiden, was zu tun ist; er sollte seine Entscheidung davon abhängig machen, wie er sich fühlt, welche Distanz vorgegeben ist, welcher Weg einfacher zu sein scheint und wie das Terrain beschaffen ist.

 

Aber er sollte nie falsche Kompromisse eingehen und sich nicht auf Halbherzigkeiten einlassen. Er muß sich entscheiden, muß sich sicher sein und diese Entscheidung dann voll konzentriert umsetzen.