Der Leger - Le Pointeur

Grundsätzliches

Die Aufgabe scheint klar: Hier ist der Kreis, dort das Cochonnet (die Sau).

 

Also: auf der direktesten Linie an die Sau legen - nichts einfacher als das!

 

"Weit gefehlt!", möchte man hier doppelsinnig ausrufen. Zu viele Hindernisse und Unwägbarkeiten sorgen für die ersten innerlichen Flüche.

 

Legen ist das Einfache, was schwer zu machen ist!

 

Pétanque ist (anders als Boccia) ein dreidimensionales Spiel. Also gilt es, den vorhandenen Raum zu nutzen. Die Länge ist meist mit einem Bereich zwischen 6 und 10 Metern vorgegeben, die Breite mißt oft nicht mehr als 3 bis 4 Meter. In der Höhe gibt es für sinnvolle Portées (Bogenwürfe) den Bereich von 2 bis 6 Metern, je nach Distanz, Bodenbeschaffenheit und anderen Besonderheiten auf dem Platz (z.B. Bäume, Sträucher, Hallendecken).

 

Übrigens: Kann man nicht behaupten, daß Pétanque ein fünfdimensionales Spiel ist, wenn man an "die Zeit" und "die Psychologie" im Wettkampf denkt?

 

Alle Erklärungen beziehen sich der Einfachheit halber auf den Rechtshänder, gelten aber auch für den Linkshänder.

 

Legetechniken im Überblick

Flugbahnen der Kugel:

 

Hoch-Portée – Haute-Portée (hohe Bogenwurf)

 

Halb-Portée – Demi-Portée (halbhohe Bogenwurf)

 

La Roulette (gerollte Kugel)

Portées aus dem Stand und aus der Hocke