Le carreau

Carreau sur place - Palet - Rétro

Die Tireur-Stile für Carreau-Schüsse sind abhängig von Körpergröße und Handtechnik sowie von dem mehr oder weniger ausgebildeten/trainierten Armschwung. Diese Schußvariante ist gleichzeitig die schönste, schwierigste und effektivste Technik des Tireurs.

 

Die leicht bogenförmige Flugbahn der Kugel endet auf der Vorderseite im oberen Viertel der Gegnerkugel; im Idealfall nimmt die Schußkugel exakt ihren Platz ein (carreau sur place). Dies wird erreicht, indem man nicht zu stark dosiert schießt, den optimalen Bogen findet und im Abwurfmoment der Schußkugel noch einen Rückwärtsdrall-Impuls mitgibt. Mit diesem Effekt bohrt sich die Kugel quasi in die Gegnerkugel, und dreht sich senkrecht in deren Platz.

 

Als Palet (Nachläufer) werden normalerweise alle "Halbcarreau" bezeichnet, also Kugeln, die bis etwa einem halben Meter vom Platz der getroffenen Kugel entfernt liegenbleiben. Sie sind alle Tir-devant-Carreau. Bedeutung haben Palets als "liegengebliebene Kugeln", um größere Punktecoups zu erreichen, z.B. drei oder mehr Punkte in einer Aufnahme. Schußtechnisch sind Palets als "Nachläufer" am höchsten einzuschätzen. Liegt die Gegnerkugel etwa einen halben Meter vor der Sau, kann man durch einen Paletschuß die Gegnerkugel entfernen und die eigene Kugel direkt zur Sau nachlaufen lassen.

 

Ein Rétro (Rückläufer) ist ein Carreau, dem so viel Rückeffet mitgegeben wurde, daß diese Schußkugel nach dem Treffer etwa einen halben Meter zurückläuft, d.h. der Schußrichtung entgegengesetzt. Von Bedeutung sind solche Schüsse, um hinter die Sau gelegte Gegnerkugeln so zu treffen, daß die eigene Kugel in Richtung Sau läuft und so noch als Punkt gewertet werden kann. Selten kann so auch die Sau gewinnbringend verschoben werden - eine Technik, die als "Le rétro du Petit Marceau" berühmt geworden ist.